Mechanische Schäden. Klackern, Piepen, Schleifgeräusche oder eine Platte, die nicht anläuft: Meist sind Schreib-/Leseköpfe oder der Motor betroffen. Wir öffnen das Laufwerk im Reinraum, tauschen die Kopfeinheit gegen ein passendes Spenderteil aus dem eigenen Lager und lesen die Daten sektorweise aus. Bei Scheibenschäden und Helium-Laufwerken ist das ein mehrstufiges Verfahren.
Firmware und Elektronik. Viele Platten sind mechanisch intakt, werden aber nicht erkannt oder zeigen eine falsche Kapazität. Ursache ist dann ein Fehler im Service-Bereich, im Translator oder auf der Platine. Bei aktuellen Laufwerken sind Platine und Laufwerk über Adaptivdaten aneinander gebunden – ein Platinentausch allein hilft nicht.
SSD und Flash. Fällt der Controller aus, lesen wir die Firmware über technische Modi aus oder löten die Speicherchips aus (Chip-off) und setzen die Daten wieder zusammen. Bei microSD-Karten und modernen USB-Sticks steckt alles in einem Baustein (Monolith); hier lesen wir über Kontaktpunkte unter dem Lack.
RAID und Server. Wir lesen jedes Laufwerk einzeln aus und rekonstruieren den Verbund virtuell, ohne am Original zu arbeiten. Für Unternehmen gibt es einen eigenen Bereich mit Vertrag zur Auftragsverarbeitung: Datenrettung für Unternehmen.